Der evangelischen Tagungsstätte Wildbad droht das Aus

Ende November teilte die Landeskirche den Mitarbeitenden und Verantwortlichen des Hauses mit, dass Ende 2025 der Unterhalt eingestellt wird und keine Gelder mehr in das Wildbad fließen werden. Im Wesentlichen handelt es sich um eine Sparmaßnahme, die den sinkenden Einnahmen der Kirche geschuldet ist. Allerdings ist der Beschluss eines Verkaufs, entgegen umlaufenden Meldungen, nicht ausdrücklich gefasst worden. Ohne eine alternative Finanzierung bleibt er trotzdem die einzige Möglichkeit, womit das Haus als wichtige und attraktive evangelische Bildungs-, Begegnungs- und Übernachtungsstätte verloren wäre. 

Auf der Webseite des Wildbads können Sie einen Eindruck gewinnen: Bildergalerie

Mit Einschnitten hatte das Haus gerechnet. Das Absetzen auf Null war ein Schock, denn für eine Bildungsstätte konnte das Wildbad sehr gute Zahlen aufweisen. Der Aufschrei in der Presse und in der Region war groß.

An dieser Stelle wollen wir ein paar Reaktionen aus dem Kreis der Betroffenen zur Verfügung stellen.

Stellungnahme der Mitarbeitenden-Vertretung (MAV) des Wildbads Rothenburg zur Schließung der Begegnungs- und Tagungsstätte.

Evangelische Erwachsenenbildung: Offener Brief an Dekanin

Dekanat Rothenburg: Pressemitteilung vom 28.11.2023

Zum Aus der landeskirchlichen Gelder für die Tagungsstätte Wildbad
„Die Nachricht, dass die Landeskirche nicht mehr für den Unterhalt des Wildbads aufkommen wird, ist ein schwerer Schlag für alle Mitarbeitenden, die kirchliche Landschaft und die Region“, sagt Dekanin Jutta Holzheuer. Gleichzeitig kommt das Aus nicht unerwartet. Seit Jahren stehen das Wildbad und ein möglicher Verkauf zur Diskussion. Zuletzt 2017. Die zuständige Abteilung der Landeskirche hat jedoch Bereitschaft signalisiert, eine sogenannte Ideenschmiede zu unterstützen. Sie soll in den verbleibenden zwei Jahren ein Konzept entwickeln, wie das Wildbad auf eigene finanzielle Füße gestellt werden kann. Ein schwieriges Unterfangen, da dies ohne hohe Investitionen nicht möglich sein wird. Doch das Wildbad besitzt erhebliches Entwicklungspotenzial, großen Rückhalt vor Ort und ist jeden Versuch wert, als kirchennahes Haus gerettet zu werden. Deshalb ruft jetzt der Wildbad Beirat besagte Ideenschmiede ins Leben. Vertreter aus Beirat und Politik, die Dekane von Ansbach und Rothenburg sowie Fachleute der Kirchenverwaltung nehmen die Herausforderung an, mögliche Finanzierungsmodelle zu entwickeln.


Es stellt eine enorme Herausforderung dar, innerhalb von zwei Jahren für das Wildbad ein neues Trägermodell und eine Finanzierungsgrundlage zu finden. Ein Versuch ist es allemal wert, denn das Wildbad ist eine Perle, deren Einsatzmöglichkeiten für die Kirche in der Region und weit darüber hinaus noch lange nicht ausgedacht sind.