Was bringt der Landesstellenplan?

Die sogenannten Landesstellenpläne, die künftig etwa alle 5 Jahre neu überarbeitet werden, reagieren auf die finanziellen, personellen und mitgliederbezogenen Entwicklungen, denen unsere Kirche ausgesetzt ist. Das Ziel dabei ist, Kürzungen oder Zusammenlegungen so zu gestalten, dass die seelsorgerliche Versorgung garantiert bleibt und Gemeindeentwicklung weiterhin möglich ist. Das erfordert viele Überlegungen, Diskussionen und Ideen in allen kirchlichen Gremien, die wir haben.

Spätestens ab 1. Juli 2024 treten nun die Veränderungen in Kraft, die der aktuelle Landesstellenplan mit sich bringen wird. Ein wichtiger Schritt dorthin war der Beschluss des Verteilvorschlags durch den Dekanatsausschuss (DA) im Juni. Jetzt geht dieser Verteilvorschlag in die Kirchenvorstände, die sich dann möglichst bis Mitte Oktober dazu äußern. Der DA berät, ob mögliche Anregungen aufgegriffen werden und fasst danach den Verteilbeschluss. Dieser wird der Dekanatssynode präsentiert und in München bei der Landeskirche eingereicht. Sie genehmigt letztlich die Umsetzung.

Bei der Entwicklung des Verteilvorschlags mussten einige Vorgaben der Landessynode bedacht werden:
A. Künftig darf es nur noch halbe oder ganze Stellen geben.
B. Der DB Rothenburg muss 1,25 Stellen kürzen. Diese Kürzung setzt sich zusammen aus einer 0,25 theologischen Stelle (t-Stelle = Pfarrstelle in einer Gemeinde oder mit regionalem Einsatz) und einer 1,0 theologisch-pädagogischen Stelle (tp-Stelle = Diakon/in oder Dekanatsjugendreferent/in).
C. Künftig haben wir 17,5 Stellen. Davon 15 t- Stellen, 1 Dekanatsjugendreferentin, 1 A-Kirchenmusik und 0,5 Tourismus.
D. 3,5 Pfarrstellen können berufsgruppenübergreifend, z.B. mit einem Diakon, besetzt werden.

Wichtige Inhalte des Verteilvorschlags
1. Die 0,75 Pfarrstelle Windelsbach wird um 0,25 auf eine halbe Stelle reduziert (wegen A.)
2. Es entfallen die 0,5 tp-Stelle des Gemeindediakons in Rothenburg St. Jakob und die 0,5 tp-Stelle des Gemeindediakons in Rothenburg - Zum Heiligen Geist (wegen B.)
3. Der Gemeindediakon erhält berufsübergreifend zwei neue halbe Stellen:
Die erste entsteht aus zwei 0,25 Pfarrstellen mit regionalem Einsatz, die zu einer 0,5 Pfarrstelle mit regionalem Einsatz zusammengeführt werden. Sie trägt die Bezeichnung „Dienstleistung in Rothenburg St. Jakob“.
Die zweite wird von der freien Pfarrstelle Wörnitz genommen.  Der Einsatz des Gemeindediakons soll in der Südregion erfolgen und die verbleibenden 50% der Pfarrstelle werden neu ausgeschrieben.

Und wie geht es dann weiter? Die Zeit bis zum nächsten Stellenplan (ca. 2029) wollen wir nützen.  Welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit können entwickelt werden? Wie stellen wir die Pfarreien auf? Welche Konzepte für Jugendarbeit, Bildung, Gottesdienste usw. wollen wir haben? Das sind nur einige Fragen, die dabei eine Rolle spielen können und auf die wir mit Gottes Hilfe hoffentlich auch gute Antworten finden.