Hier entsteht unsere Informationsseite rund um die Dekanatsentwicklung.
Wenn die Kirche im Dorf bleiben soll,
muss das Dorf in der Kirche bleiben.
Aber leider bleibt inzwischen auch das Dorf der Kirche fern. Gottesdienste mit 10 oder weniger Teilnehmenden sind an gewöhnlichen Sonntagen keine Seltenheit mehr. Und es geht nicht nur um den Gottesdienstbesuch. Seit 2015 sank die Gemeindegliederzahl im Dekanat um durchschnittlich 270 Personen jährlich (Trauerfälle, Wegzüge, Austritte) bis auf aktuell 14.200 Seelen (Stand Dez. 2025). Damit reiht sich Westmittelfranken nahtlos in die landeskirchenweite Entwicklung ein.
Dass dieser Rückgang schmerzhafte Spuren bei den Kirchensteuereinnahmen hinterlässt und Sparmaßnahmen erforderlich macht, hat sich inzwischen herumgesprochen. Ein zweites Problem ist dagegen noch nicht so ganz im Bewusstsein der Gemeinden angekommen: der dramatische Nachwuchsmangel bei kirchlichen Berufen. Nur noch wenige möchten Pfarrer*in, Diakon*in, Religionspädagoge*in oder Kirchenmusiker*in werden. In Verbindung mit den hohen Ruhestandsabgängen der Babyboomer geht die Landeskirche davon aus, dass die Personalstärke (gerechnet in Vollzeitstellen) bis 2035 um 43% (!) sinken wird. Wie kann mit halb so viel Personal und deutlich weniger Geld trotzdem lebendiges Gemeindeleben und seelsorgerliche Versorgung stattfinden? Nur, indem die Aufgabengebiete und Verwaltungsstrukturen grundlegend neu aufgestellt und ausgerichtet werden. Oder anders gesagt: Nur durch Veränderungen.
Und die werden gerade geplant. Kirchenvorstände, Dekanatsausschuss (DA) und eine Prozesssteuerungsgruppe unter Leitung der kirchlichen Beratungsstelle „Wirkstatt Evangelisch“ haben begonnen, sinnvolle und nachhaltige Lösungen zu suchen. Die Landeskirche gibt dazu einen Rahmen vor, der sich im Detail zwar immer noch ändert, im Grundsatz jedoch feststeht. Insbesondere geht es um die Themen Gebäudebedarfsplanung und Stellenplanung.
